Die Architekten der Berliner S-Bahnbauten 1924-1965

Allen Architekten der Berliner S-Bahnbauten voran ist an dieser Stelle Richard Brademann zu nennen. Er prägte in den 20er und 30er Jahren maßgeblich das Erscheinungsbild der Berliner S-Bahn. Diese modernen, aber charakteristischen Bauwerke standen neben den modernen elektrischen Zügen mit der ocker/roten Lackierung für die Corporate Identity eines neuen Berliner Verkehrsmittels. Der 1884 geborene Johann Gustav Richard Brademann bestand 1908 sein Architekturstudium an der Königlich-Technsichen Hochschule Berlin, der heutigen Technischen Universität. Nach seinem Wehrdienst setzte Brademann bei der Königlichen Ministerial-Bau-Kommission Berlin fort. Vorher der seine Ausbildung vor dem Wehrdienst in Wittenberg begonnen hatte, Dort leitete er den Umbau der alten königlichen Bibliothek zu eienm Aula- und Hörsaalgebäude. Seine Mentoren, der Rentor Regierungsbaumeister Paul Mebes zeigten sich hochzufrieden über die erbrachten Leistungen ihres Schützlings. Im Frühjahr 1913 beendete Brademann seiner Ausbildung mit einer dreitägigen Prüfungsarbeit. Der Titel: „In der Nähe einer kleinen Residenzstadt ist in anmutiger Gegend ein Eisenbahnempfangsgebäude zu errichten.“

Eine umfangreiche Würdigung des Werkes von Richard Brademann findet sich in dem Buch: Richard Brademann (1884-1965) – Architekt der Berliner S-Bahn“. Auf über 230 Seiten finden sich interessante Beiträge, Fotos und Architektenentwürfe.

Leider ist dieses Buch momentan vergriffen.

Weitere Architekten waren:

Reichsbahnoberrates Günther Lüttich: unterirdischer Nordbahnhof